Blues Message

 

 

SOULFUL BLUES FROM NYC

Featuring Franny Whitfield (from Brooklyn, NYC)

The Blues Message: Philipp Straske, Franny Whitfield, Ralf Böker
The Blues Message: Philipp Straske, Franny Whitfield, Ralf Böker

Die in Los Angeles geborene Sängerin wächst bei ihren Großeltern in einem Indianerreservat in den Südstaaten der USA auf. Halb Mississippi-Chactaw-Indianerin, halb Italienerin erlebt sie bereits als Kind, was Armut, Schmutz und Diskriminierung alltäglich bedeuten. Relativ früh machen sich ihr musikalisches Talent und ihre Liebe zu den verschiedenen Musikstilen rund um New Orleans bemerkbar. Für sie entwickelt sich die Musik nicht nur zum optimistischen Lebenselixier, sondern bald auch zu einem Sprungbrett.

 

Mithilfe ihrer überdurchschnittlichen schulischen Leistungen schafft sie es, als eine der ganz wenigen auf eine englische Schule zu gehen. Dem rauen Alltag im Reservat kann sie so ein stückweit entfliehen, den Vorurteilen gegenüber ihren indianischen Wurzeln jedoch nicht. Wenn Franny heute mit verschmitztem Lächeln und ihrem britisch-amerikanischen Akzent auf Deutsch sagt: „Ich habe den Blues im Herzen verstanden“, können wir hier auf der anderen Seite des Atlantiks eigentlich nur erahnen was wirklich dahintersteckt! 

 

Nach dem College geht Franny nach Brooklyn, New York. In der dortigen Studioszene wird sie bald zu einer gefragten Sängerin. Sie besitzt eine bemerkenswerte musikalische Bandbreite von Funk, Rock, Blues, Jazz bis hin zur klassischen Musik. Wie schon Frank Sinatra einst in New York, New York sang „If I can make it there, I’ll make it anywhere”, so werden diese Zeilen quasi zu Franny’s Lebensmotto: Sie lebt zeitweise in Jamaika, Frankreich oder Italien, ist Trägerin des „Soloist of the Year“ Award und gibt Ihr Können und ihre Professionalität mittlerweile an den Nachwuchs weiter. Derzeit lebt Franny mit ihrer Familie in Hamburg und arbeitet als Fachbereichsleiterin für Vocals und Stage Perfomance an der „Hamburg School of Music“.

 

Franny Whitfield (Vocals)

Ralf Böcker (Saxophones)

Philipp Straske (Guitars)

Wulf Winkelmüller (Keys)

Gerd Bauder (Bass)

Stefan Dahm (Drums) 

Kleiner Konzertbericht aus dem Cotton Club

Franny, eine "Native American" aus New York mit typischen Entertainerqualitäten zog mit ihrer lockeren Art die Hörer in ihren Bann, dazu ihr mal bluesig-rockender, mal jazziger und mal gospeliger Gesang, erste Sahne.

 

Ralf Böcker trat gesamtmusikalisch sogar etwas in den Hintergrund, nicht weil er sich eine Blöße gab, sondern weil andere prächtig aufspielten. Das lag auch an der Präsenz von Franny, für mich absoluter Star des Abends aber war Philipp, der völlig losgelöst von irgendwelchen Grenzen ein Super-Gitarrensoli nach dem nächsten darbot. Mal schnell, mal bluesig und balladesk, so genial hab ich Philipp noch nicht gehört, chapeau.

 

Gerd, der Jung von St. Pauli mit guter Arbeit, doch eher nicht in der Frontlinie, Stefan legte mit seinem soliden Drums den rhythmischen Grundstein. Wulf, aus Göttingen angereist, hatte auch einige sehr gelungene Momente am Klavier und an der Orgel.

 

Gershwins "Summertime", "I'd rather go blind" von Etta James, hervorragend interpretiert von Franny, "Let the good Times roll", "Mercy Mercy", "Watermelon Man", "Sweet Home Chicago", "Chitlins con Carne", Ralfs eigener Song "Angels Milk" und Frannys "I'm a Woman" auf "I'm a Man" von Bo Diddley waren nur einige Top-Titel. Zum guten Ende gab es dann "Georgia on my Mind" mit Frannys Bemerkung: I'll kill that Song.

 

Im Publikum war eine Super-Stimmung, wir haben viel gelacht ...

Am Samstag war ich dann sehr, sehr müde.

 

(Verfasst von einem treuen Konzertbesucher im Januar 2020) 

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